Das Internet und seine Auswirkungen sind omnipräsent. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verstehen – sofern sie es überhaupt nutzen – das Internet als einen weiteren Absatzmarkt. Dabei war das World Wide Web gerade einmal das Etablieren der grundsätzlichen Infrastruktur einer völlig neuen Welt. Insbesondere KMU versuchen noch immer, diese neue digitale Welt mit den Gesetzmässigkeiten der realen Welt zu verstehen. Dabei gibt es bereits spektakuläre Beispiele, die verdeutlichen, dass nur die Unternehmen erfolgreich sind, die eine digitale Reifung nach den Gesetzmässigkeiten des Internets umsetzen, ihr Unternehmen also maximal digital transformieren. Folglich höchste Zeit, dass KMUs digitalisieren.

Die digitale Reife ist nicht stark genug umgesetzt

Digitale Reife nach Branchen

Digitalisierung in der Industrie liegt zurück

Die Universität St. Gallen sowie andere Institutionen veröffentlichen inzwischen regelmässig aussagekräftige Studien zur „Digital Maturity“ und zur digitalen Transformation von Unternehmen. Wenig überraschend ist dabei, dass diese Wandlung bislang am besten von der IT-Branche und den Kommunikations-unternehmen vollzogen wurde, gefolgt vom Handel. In Industrie und zahlreichen Handwerksbereichen besteht jedoch kaum bis gar keine digitale Transformation. Im Bild die gesamte Wirtschaft im Vergleich laut der St. Galler Studie* (2016). Je höher die Zahl, desto besser der Grad der digitalen Transformation.

Vergleicht man jedoch schweizerische, europäische und amerikanische Digital-Maturity-Raten, fällt ebenfalls sofort auf, dass selbst in hochtechnologischen Bereichen wie der IT-Branche ergänzend ein deutliches Defizit zwischen Europa und den USA besteht.

Digitale Transformation – Lead Management, Marketing Automation, CRM und vieles mehr

Das hat mit Sicherheit viele verschiedene Ursachen. In Wirtschaftsbereichen wie Industrie und Handwerk ist vielen Unternehmern, CEOs und Vorständen gar nicht so richtig bewusst, was Digitalisierung des Unternehmens bedeutet. Dazu kommen zahlreiche weitgehend unbekannte Fachausdrücke wie Wissensmanagement, Customer Relationship Management (CRM), Enterprise Resource Planning (ERP), Virtual Reality (VR), aber auch eher bekannte wie Social Media Marketing oder Suchmaschinenoptimierung (SEO). Selbst bezogen auf SEO sind viele Unternehmen nicht auf dem Stand der Zeit. Content Marketing, Customer Journey oder Lead Auswertung fallen im eCommerce insbesondere bei den Online Shops noch viel zu gering aus. Die grossen Shopless-Commerce-Anbieter sind hier viel weiter.

Anhand dieser Aufzählung wird jedoch klar: die Digitalisierung eines Unternehmens umfasst deutlich mehr als nur eine reine Internetpräsenz. Es ist aber auch mehr als nur eine digitale Automatisierung von Unternehmensprozessen – es ist alles in seiner Gesamtheit. Vor allem der generierte Datenschatz wird sehr schlecht genutzt. Es ist ein nur schwer zu fassendes Konstrukt für viele KMU, da die Zusammensetzung stark vom individuellen Unternehmen und seinen Anforderungen abhängt. Die St. Galler Studie zeigt auch, dass sich bislang nur zwei Drittel der KMU-Managements für die digitale Transformation aussprechen bzw. ihr offen gegenüberstehen.

Völlig neue Wege zu gehen ist die Herausforderungen der KMU Digitalisierung

Allerdings muss auch hier eingeschränkt werden. Nur sehr wenige Unternehmer, CEOs und Vorstände sind sich bewusst, wie umfassend und komplex die Digitalisierung ist. Für viele definiert sich die Digitalisierung schon mit einem eigenen Internetauftritt als erfüllt. Diese Unternehmen müssen auf der Hut sein, nicht ihre Kunden zu verlieren. Andere Studien weisen darauf hin, dass im deutschsprachigen Raum immer noch versucht wird, digitale Hilfsmittel und Infrastrukturen an das Unternehmen, oder noch konkreter an ein Produkt, anzupassen. Es liegt quasi in der DNA dieser Unternehmen, ein Produkt weiterzuentwickeln, statt den Kunden einzubeziehen und ein völlig neues, innovatives Produkt zu kreieren (und eine neue User Experience zu erreichen). Das muss dringend überwunden werden, denn die Zeit drängt sehr.

Mobilität nicht nur beim Kunden – auch in den Unternehmen

Smartphones und Tablets haben nicht nur die Mobilität der Menschen durch permanentes „online sein“ bereichert. Auch die Vernetzungsmöglichkeiten von Unternehmen sind beachtlich. Wissensmanagement ist hier ein gutes Beispiel. Das gesamte Wissen von Unternehmen steht allen Mitarbeitern vom Chef bis zum Aussendienstmitarbeiter zur Verfügung. Der Verantwortliche kann dem Aussendienstmitarbeiter dadurch auch zu jeder Tages- und Nachtzeit grünes Licht für einen Vorgang beim Kunden geben. Ressourcen und Defizite im Unternehmen werden dadurch sichtbar. Die Fortbildung lässt sich gezielt einsetzen – um nur einige Beispiele zu nennen.

Es gibt aber auch andere Beispiele. Die Marketing Automation ist hier nennenswert. Nicht nur die Leads, die im Internet generiert werden, lassen sich erfassen und Strategien auf deren Grundlage verbessern. Kunden können direkt in den Innovationsprozess eingebunden werden, Produkte und Leistungen auf den Punkt genau so entwickelt und angeboten werden, wie es der Kunde wünscht. Lead Management ist heute fester Bestandteil für erfolgreiches digitales Marketing. Diese Daten können auch dazu genutzt werden, digitale Verkaufsmittel an die Bedürfnisse jedes Kunden individuell anzupassen – Google macht das seit langem vor. Produktsuche und Produktkonfiguration können so intelligent auf die konkreten Anforderungen jedes einzelnen Seitenbesuchers eingehen.

Der Kunde bekommt letztendlich 24/7, also rund um die Uhr und an sieben Tagen die Wochen, einen individuellen und punktgenau auf ihn abgestimmten Angebotsservice. Ein entsprechender Produktkonfigurator, der mit den gewonnenen Daten das Angebot zusätzlich optimiert, rundet die Serviceleistungen ab – ganz ohne menschliches Zutun. Das ist moderne Marketing-Automatisierung mithilfe der wertvollen Lead-Daten. Doch viele KMU setzen „Automatisierung“ mit einfachen Prozessen wie automatisch versendeten E-Mails gleich, Das ist auch der Grund für die hohe Diskrepanz zwischen „digitalisieren wollen“ und was letztendlich darunter verstanden wird.

Märkte werden transparenter, Marktgrenzen verschwimmen

Digitales Marketing, Lead Management und Marketing Automation sind damit ausserordentlich wichtige Hilfsmittel, auf die KMU keinesfalls mehr verzichten dürfen. Schnell finden sich Konkurrenten in Märkten, denen niemand zuvor Beachtung schenkte, weil diese eigentlich in einem ganz anderen Bereich erfolgreich waren. Was hat eine Suchmaschine auf den ersten Blick mit Smartphones, einem selbstfahrenden Fahrzeug oder gar einem digitalen Heizungsthermostat zu tun? Wieso produziert ein „Buchhändler“ plötzlich eigene Tablets? Die digitale Transformation bietet viele Chancen, es verschwimmen aber auch Geschäftsbereiche und die Grenzen werden unklar. Das bietet neue Chancen, aber auch härtere Konkurrenz.

Höchste Zeit, dass KMUs digitalisieren

Ganz klar sind es die KMU, die bei den Gewinnern dabei sein werden, die heute der umfassenden digitalen Transformation ihres Betriebs völlig offen gegenüberstehen. Gehören auch Sie und Ihr Unternehmern zu den Gewinnern dieses neuen und spannenden digitalen Zeitalters. Definieren Sie Unternehmensziele und Strategien neu und nutzen die digitalen Möglichkeiten wie Marketing Automation und Lead Management aus. Diese Werkzeuge und Hilfsmittel stehen heute in grösseren und effizienteren Umfang als je zuvor gerade den kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung. Stellen Sie Ihr Unternehmen nicht für die, sondern mit Ihren Kunden an die Spitze. Definieren Sie Unternehmensziele völlig neu dank der digitalen Transformation Ihres Unternehmens. Gerne beraten wir Sie ausführlich und unverbindlich über die Möglichkeiten, die digitale Transformation Ihres Betriebs maximal umzusetzen.

*Quellangaben: https://aback.iwi.unisg.ch/kompetenz/digital-maturity-transformation/infografik-studie-2016/