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Alle machen Fehler und gerade das E-Mail-Marketing bietet mit seinen zahlreichen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten reichlich Gelegenheit für Missgeschicke. Manche sind wirklich peinlich, andere können jedoch tatsächlich handfesten Schaden an einer Marke herbeiführen. Dieser Blog beschäftigt sich mit den üblicherweise häufigen Fehlern, die im Zusammenhang mit E-Mail-Marketing auftreten. 

Diese verbreiteten Fehler im E-Mail-Marketing kann jedes Unternehmen ganz einfach vermeiden:

 

1. Auf ein professionelles System verzichten

Unternehmen, die E-Mail-Kampagnen professionalisieren wollen, sollten in ein entsprechendes E-Mail-Marketing-System investieren. Diese bieten eine verbesserte Empfangsrate, aber auch eine verbesserte Öffnungsraten. Einen einfachen Webmailer mit der BCC-Funktion für den Versand zu nutzen, greift viel zu kurz und bietet dabei ent-scheidende Nachteile. Solche E-Mails stufen die Clients der Empfänger sehr oft als Spam ein. In der Folge kommt es dann oft zu Beschwerden über Spam, Newsletter-Abbestellung, Bounces und anderen unerwünschten Effekten.

Vorteile eines E-Mail-Providers

Ein E-Mail-Service Provider bietet alle professionellen Tools, um E-Mails zu erstellen und zu versenden. Anders als herkömmliche Webmailer besitzen diese Software-Systeme die Reputation bei allen führenden Internet-Providern, seriöse E-Mails zu versenden. Dies bedeutet vor allem, dass die E-Mails nicht im Filter landen, in SPAM-Ordnern verschwinden oder sonstwie keine Beachtung finden. Auf der technischen Seite blocken wahrscheinlich die Hälfte der Clients der Empfänger manche E-Mails, weil viele E-Mail-Anbieter das Senden per BCC-Liste nicht erlauben. Von den technischen Faktoren einmal abgesehen ist dieses Vorgehen vor allem unpersönlich, was das ungelesene Löschen der E-Mail sehr wahrscheinlich macht.

2. E-Mail ohne Opt-In schicken

Qualität ist bei E-Mails immer Trumpf. Schliesslich sollen die Empfänger die E-Mail auch ganz bewusst empfangen und öffnen wollen. Die E-Mail-Liste zu pflegen und dafür zu sorgen, dass sie nur aus Empfängern besteht, die ein Opt-In gegeben haben, ist daher Pflicht. Gekaufte Listen haben dagegen heute kaum noch positive Effekte vorzuweisen. Vielmehr ist diese Praxis bei den meisten E-Mail-Marketing- Anbietern verpönt. Aktueller Standard ist es vielmehr, einen direkten Opt-In vom zukünftigen Empfänger selbst zu bekommen. Einwilligungen über den Umweg Dritter sind nicht anzustreben.

3. DSGVO-Konformität nicht gewährleisten

Die Datenschutzgrundverordnung gewährleistet Datensicherheit und Privatsphäre für alle Individuen in der EU und dem Europäischen Wirtschaftsraum. Dies betrifft den E-Mail Marketing-Bereich wesentlich. Aber auch, wenn die Schweiz in dieser Hinsicht einen Sonderstatus geniesst, ist die Einführung von der DSGVO entsprechenden Regelungen auch hier in naher Zukunft zu erwarten. Unternehmen profitieren daher schon jetzt, wenn sie jetzt dahingehend vorausschauen agieren. Um DSGVO-konform zu sein, muss ein Unternehmen beweisen können, dass der Empfänger sein Opt-In für den Erhalt von E-Mails des Unternehmens gegeben hat.

4. Bedingungen des E-Mail-Providers missachten

Unternehmen, die sich jedoch für einen professionellen E-Mail-Service Provider entschieden haben, gehen einen Schritt in die richtige Richtung. Tatsächlich gilt es aber auch, die Bedingungen dieses Providers im Vorfeld gründlich zu prüfen, damit geklärt ist, was erlaubt ist. Üblicherweise besitzen E-Mail Service Provider strenge Regulationen gegen E-Mail-Listen von dritten Parteien. Wer gegen diesen Punkt verstösst, riskiert daher empfindliche Strafen rechnen oder aber sogar die Account-Schliessung.

5. E-Mails nicht personalisieren

Damit sich Leser nicht nur angesprochen, sondern auch wertgeschätzt fühlen, ist das Personalisieren von E-Mails ohne Alternative. E-Mails sollten mit einer direkten Ansprache beginnen und den Namen des Empfängers verwenden. Dies sorgt dafür, dass die E-Mail im Postfach auffällt, umso mehr, wenn in der Betreffzeile weitere individuelle Merkmale die Aufmerksamkeit erregen.

6. E-Mails nicht mobilfreundlich konzipieren

Falls Sie diesen Blog bereits auf Ihrem Smartphone lesen, schätzen Sie sicherlich das responsive Design dieser Webseite. Auch für E-Mails gilt, dass diese mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf einem Desktop-Computer gelesen werden, sondern unterwegs auf einem Smartphone. Ein E-Mail Service Provider verfügt in vielen Fällen über vorgefertigte responsive E-Mail-Templates. Dies spart beim Erstellen der E-Mails sehr viel Zeit.

7. Betreffzeilen-Ausrutscher

Die Betreffzeile einer E-Mail transportiert nicht weniger, als den berühmten ersten Eindruck. Gute Betreffzeilen sorgen deswegen für eine deutlich höhere Öffnungsrate, als die branchenübergreifend üblichen 22 Prozent. Die Faustregel beim Formulieren von Betreffzeilen ist: Kurz und auf den Punkt gebracht. Irreführende Betreffzeilen sorgen vielleicht für hohe Öffnungsraten, aber auch für Spam-Markierungen, wenn sich der Leser dadurch bewusst hinters Licht geführt fühlt.

8. Empfangzeiten nicht miteinbeziehen

Nicht nur der Inhalt, auch die Empfangszeit einer E-Mail bedürfen der Planung im Voraus – ein häufiger Fehler im E-Mail-Marketing. Üblicherweise ist die Zeit zwischen Dienstag und Donnerstagvormittag das optimale Zeitfenster für E-Mail-Versand. Wird die E-Mail in anderen Zeitzonen empfangen, muss die Planung dies mit berücksichtigen. Geschickte Segmentierung und sorgfältiges Tracking erleichtern das Achten auf unterschiedliche Empfangszeiten. Auf Basis der gleichen oder ähnlichen Zeitzone lassen sich dann passende Empfänger segmentieren. Oder es findet die Sendehistorie vergangener Kampagnen Verwendung, um die optimale Versandzeit herauszufinden.

9. Klares Sendungsmuster entwickeln

Auch E-Mail-Empfänger sind Gewohnheitsmenschen. Mit regelmässigen oder berechenbaren E-Mail-Versandzeiten können sich Unternehmen dies zu Nutze machen. Auf der anderen Seite können E-Mails, die nicht in logischer Abfolge oder willkürlich erscheinend beim Empfänger ankommen, Verwirrung auslösen, sich negativ auf Öffnungs- und Klickraten auswirken oder sogar den guten Ruf schädigen.

10. Content-Balance beachten

Bei der Erstellung von E-Mail-Content gilt es zudem zu beachten, dass es sich um einen eigenen Kanal handelt, der spezifische Anforderungen an den verwendeten Content stellt. Blogs und Webseiten liefern üblicherweise grosse Mengen an Content. Eine E-Mail sollte weniger mit Content überfrachtet sein, als vielmehr dem Leser eine Hand ausstrecken und ihn auf die Reise zu einem Produkt oder einer Dienstleistung mitnehmen. E-Mail-Content ist eine ideale Mischung aus Text, verlinkten Bildern, CTA-Buttons und Textlinks. So erhalten Empfänger mit geringer Aufmerksamkeitsspanne den Impuls in die gewünschte Richtung.

11. Verkauf überbetonen

Natürlich eine E-Mail-Kampagne kann auch den Verkauf anregen. Dabei gilt es jedoch, das passende Mass zu beachten. E-Mails, die den Leser mit Kaufbotschaften bombardieren, erzeugen dadurch keinen besseren Absatz, sondern sorgen eher dafür, dass der Leser das Interesse verliert und sich dann sogar vom E-Mail-Verteiler abmeldet. Viel erfolgversprechender sind hilfreiche Tipps, Newsletter, welche die Interaktion fördern und anderer Content, der eine willkommene Abwechslung zu den verkaufsfokussierten E-Mails bietet.

12. Keine physische Adresse hinzufügen

Auch eine E-Mail sollte eine gute, alte Postadresse enthalten oder zumindest ein physisches Postfach. Dies unterstreicht die Authentizität der E-Mail und des Geschäftsanliegens. Zudem ist das Vorhandensein einer physischen Adresse in kommerziellen E-Mails, die aus den USA stammen oder die US-Empfänger haben, gemäss CAN-SPAM ACT vorgeschrieben.

13. Abbestellungen ernst nehmen

Wer einen E-Mail-Newsletter oder sonstige Mails nicht mehr erhalten möchte, muss die Gelegenheit bekommen, sein Opt-In zu widerrufen. Der Prozess des Abbestellens muss dabei möglichst einfach gemacht werden. Langwierige Prozesse mit Passworteingabe, wiederholter E-Mail-Adresseingabe oder mehrstufigen Bestätigungen strapaziert die Geduld des Nutzers. Viele Nutzer markieren dann die E-Mail einfach als Spam, was negative Konsequenzen für das Unternehmen hat: Zukünftige E-Mails landen dann wahrscheinlich zunächst im Spam-Ordner oder lassen sich im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr ausliefern. Das Abbestellen einer E-Mail darf nicht mehr als zwei Klicks in Anspruch nehmen. Dem Opt-Out-Gesuch gilt es dann, innert 10 Geschäftstagen zu entsprechen.

14. Keine Tests durchführen

Auch E-Mail-Kampagnen müssen getestet werden, bevor das Unternehmen sie losschickt. Vor allem der Test der Darstellung auf den beliebtesten E-Mail-Clients gehört zwingend dazu. Hier kommen vor allem Gmail, Outlook und weitere in Frage. So lassen sich Fehler leicht erkennen und beheben, bevor die echten Empfänger ihn zu Gesicht bekommen. Auch für A/B-Tests ist dies zu empfehlen.

15. Daten früherer Kampagnen missachten

Wenn es sich nicht gerade um die allererste Kampagne eines Unternehmens handelt, ist dieser Punkt vor grosser Bedeutung. Die Metriken vorausgegangener Kampagnen müssen sorgfältig analysiert werden, damit daraus Lehren für die nächste Kampagne folgen können. So finden Unternehmen Schritt für Schritt heraus, was am besten zu ihren Nutzern passt.

Fehler im E-Mail-Marketing vermeiden – Profis fragen

Sie haben den einen oder anderen Fehler anhand unserer Liste bereits jetzt identifiziert? Oder Sie haben Fragen zur Umsetzung oder aber zur Automatisierung von E-Mail-Marketing-Kampagnen? Fehler im E-Mail-Marketing sind ärgerlich, aber sehr oft ganz einfach vermeidbar. Bei diesen Fragen und weiteren Punkten wie der wichtigen Personalisierung, stehen wir Ihnen als Experten zur Verfügung. Jetzt Kontakt aufnehmen und noch mehr aus Ihren E-Mail-Kampagnen herausholen!